Tittmoning und die Kraft des Wassers
STADTINFO | Landschaft & Natur | Wasser

Die Stadtgemeinde Tittmoning ist geprägt vom Wasser.

Insgesamt 96,0 km Bäche und Wasserläufe schlängeln sich idyllisch durch die Landschaft.

Das Astener Moos und der Leitgeringer See haben zusammen eine Fläche von 18,3 ha. Gewässer prägen nicht nur das Landschaftsbild, sondern sind gleichzeitig wichtige Lebensräume und stellen somit für die Stadt als zuständiger Träger des Gewässerunterhalts eine große Verpflichtung dar.

Aus diesem Grund wurde bereits 2003 ein Gewässerentwicklungsplan erstellt, der jederzeit im Rathaus eingesehen werden kann.


Die bedeutendsten Gewässer - Naturschutzgebiete:

Ponlachgraben

Der Ponlachgraben
ist das westlich der Burg gelegene bewaldete Tal, in dem von West nach Ost der Ponlachbach verläuft. Der Name Ponlach setzt sich aus den zwei Wörtern "Pon" und "Lach" zusammen. "Pon" bedeutet soviel wie Bann und das Wort "Lach" ist mit Wald zu übersetzen. Es handelte sich dabei ursprünglich um einen Bannwald, der dem Erzbischof gehörte, und von den Bürgern weder genutzt noch betreten werden durfte. Von Erzbischof Paris Graf von Lodron erhielten aber 1627 die Bürger der Stadt das Recht, für ewige Zeiten das Wasser aus dem Ponlach für die städtischen Brunnen zu beziehen. Als die Stadt 1851 vom bayerischen Staat das Schloss erwarb, kaufte sie um 350 Gulden auch den Ponlachgraben dazu. Der Ponlachbach fließt über eine Reihe von Kaskaden, die nach dem Hochwasser von 1959 gebaut wurden, durch das Tal. Der 1873 gegründete Verschönerungsverein baute die Wege und Gerinne im Stile eines naturnahen Landschaftsgartens aus. Die Hänge wurden mit Rotbuchen bepflanzt, der Weg von der Burg zur Wallfahrtskirche als Lindenallee angelegt. Nur noch wenige Bäume sind davon erhalten. Diese Aktivitäten dauerten bis 1910 an. 1963 wurde der Ponlachgraben zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.

Wasserfall im Ponlachgraben
Farne im Ponlachgraben
romantische Wege im Ponlachgraben

Ponlachbach

Ponlachbach / Stadtbach
Der ca. 900 m lange Bachabschnitt entspringt bei Mooswinkeln. Die ersten 200 m sind verrohrt. Der Bach fließt durch Grünland und bei Saag wurde an der Mühle zum Betrieb von Wasserkraftwerken und Mühlen Wasser vom Ponlachbach ausgeleitet.
Nach der Tittmoninger Burg verläuft die Ausleitungsstrecke als "Stadtbach" über den Stadtplatz und mündet nach dem Absturz am Rand der Altstadt in den Siechenbach.

 Informationsblatt Ponlach Standpunkte für Nachhaltigkeit

Stadtbach
Einmündung in den Siechenbach

Salzach

Salzach
Bis vor ca. 10.000 Jahren lag im Stammbecken des Salzachgletschers noch ein See von ca. 30 km Länge und 10 km Breite. Im Zuge seines Abflusses gruben sich die Salzachwasser in die sandige Sohle und gestalteten durch Auf- und Abtrag die Flussterrassen. Die oberen Flussterrassen gehören zu den ältesten Siedlungsgebieten, weil sie den Kontakt zum Fluss und dem wertvollen Ackerland erlaubten. Durch den verstärkten Ausbau des Flussgerinnes gegen Ende des 19. Jh. begann eine Phase relativer Stabilität im Flussumland, was zu verstärkter Flussbetteintiefung, Grundwasserabsenkung und Besiedelung der unteren Flussterrasse und teilweise auch der Aue führte.
Als bedeutendster Nebenfluss des Inns hat die Salzach eine Gesamtlänge von 225 km, wovon 60 km die Grenze von Deutschland zu Österreich bilden. Sie entspringt in einer Höhe von 2450 m am Salzachgeier in den Kitzbühler Alpen und mündet bei 344 m ü. NN in den Inn. Heute fließt die Salzach teilweise auf Flinz, größtenteils auf Schotterablagerungen aus Kalksteinen, silikatischen Gesteinen und Schiefer.
Fischereiliche Nutzung findet nahezu auf der ganzen Strecke statt.
Die Salzach war ein wichtiger Verkehrsweg, weil über Inn und Donau Südosteuropa als Verkehrsweg erschlossen werden konnte. Bereits die Kelten hatten bei Hallein Salz abgebaut und auf der Salzach befördert.

Tierwelt der Salzach und Salzachauen
Unter den Vögeln kommen der Pirol, Schlagschwirl, Grünspecht, Grauspecht und großer Bunt-Specht, Waldohreule und Waldkauz vor. An Flachstellen brüten Wasserralle und Teichhuhn. Zur Zugzeit rasten neben Stockenten und Blässhühnern Krick- und Knäckenten. Bei Niedrigwasser sind Flussuferläufer, Wasserläufer, Bachstelzen und hin und wieder auch der Eisvogel zu sehen. Auch ist der europäische Biber wieder angesiedelt.
In der Salzachaue ist teilweise ein überhöhter Rehbestand vorhanden. Dazu kommen viele Mausarten und der Bisam.

Pflanzen der Auwälder
Vielfältige Kraut- und Strauchschichten, seltene Arten wie Alpenveilchen und Mandelwolfsmilch durch "Alpenschwemmlinge". Auf den zähen Auetonen konzentrieren sich die Knotenblumen (Schneeglöckchen, Blaustern, Gelbstern und Schuppenwurz). Trockenere Stellen enthalten noch Frauenschuh und Kleingriffel, feucht-sandige Flächen Gemskresse, kleine Glockenblume und Alpenleinkraut.
Auf den steilen und fast unzugänglichen Flächen der Salzachleite zwischen Tittmoning und Raitenhaslach haben sich eine vielfältige, naturnahe Vegetation und wichtige Hangwälder erhalten.

Salzach
Kiesbank
Salzach

Salzachaue

Die Salzachaue
ist ein Lebensraumkomplex von bayernweiter Bedeutung. Die hohe ökologische Wertigkeit liegt in der Größe und Geschlossenheit sowie Naturnähe und Artenausstattung dieser Flusslandschaft. Der Auenlehrpfad in Tittmoning informiert über die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt in diesem Refugium. An drei Stellen zeigen Schautafeln Wissenswertes über den Lebensraum vieler Greifvogel- und Spechtarten, die wunderbare Pflanzenwelt der Auwälder, Großschmetterlinge, Wiesenbrüter und den Biber, der seit geraumer Zeit wieder in der Region lebt. Ausgangspunkt für einen Rundgang durch den Auenlehrpfad ist der Parkplatz in der Wasservorstadt. Der Startpunkt liegt an der Siechenbachbrücke. Die Wanderung dauert zu Fuß 1,5 Std., mit dem Rad 1 Std.

Salzachauen
Mädchen an der Liane
Eisvogel in der Salzachau

Leitgeringer See

Leitgeringer See
Das größte Stillgewässer in der Gemeinde bildet der Leitgeringer See, der auch Freizeit ?und Erholungseinrichtungen aufweist (Campingplatz, Strandbad). Der See wird vollständig von einem Gehölzsaum umgeben. Zuläufe sind von Norden aus im überwiegend grünlandgenutzten Talkessel (einzelne Ackerfläche), östlich von Leitgering, aus dem Talraum nördlich Wallmoning (Grabensystem) und aus dem Talraum westlich Leitgering vorhanden. Nach Süden grenzen Waldparzellen an den See an. Der Spöttlbach bildet den Auslauf des Leitgeringer Sees.

Die Stadt Tittmoning betreibt ergänzend zum Kulturlandschaftsprogramm ein eigenes kommunales Seenprogramm, das eine gewässerschonende und umweltverträgliche Bewirtschaftung der seenahen Grundstücke zusätzlich honoriert (gegen Zusatzauflagen).

Durch eine intensive Beratung und Information der Landwirte konnten Grünlandflächen im Seenprogramm (KULAP) aufgenommen werden. Durch die extensivere Bewirtschaftung hat sich die Nährstoffsituation im See von 1999 bis 2002 bereits deutlich verbessert. Die Grenzwerte von Fäkalcoli und Gesamtcoliforme werden weit unterschritten (Badewasseruntersuchungen).

Öffnungszeiten Strandbad:
1. Mai bis 15. September von 8:30 bis 18:30 Uhr
Städtisches Strandbad - Telefon 08683 343
Strandbadgaststätte - Telefon 08683 8919881

Eintrittspreise:
Kinder, Schüler: 0,50 Euro
Erwachsene: 2,00 Euro
Studenten, Berufsschüler, Azubi, Schwerbehinderte: 1,00 Euro

Saisonkarten für Einheimische:
Erwachsene: 15,00 Euro
Kinder, Schüler: 4,00 Euro
Studenten, Berufsschüler, Azubi, Schwerbehinderte: 8,00 Euro
Familien: 30,00 Euro

Saisonkarte für Auswärtige:
Kinder, Schüler: 8,00 Euro
Erwachsene: 25,00 Euro
Studenten, Berufsschüler, Azubi, Schwerbehinderte: 15,00 Euro
Familienkarte: 40,00 Euro

Die Saisonkarten sind im Rathaus sowie an der Kasse des Strandbades erhältlich!

Weitere Gebühren:
Tretboot je 1/2 Stunde: 3,00 Euro
Ruderboot je 1/2 Stunde: 2,00 Euro
Einzelkabine: 2,50 Euro
Saisonkabine: 35,00 Euro

Angler
Leitgeringer See
Leitgeringer See

Astener Moos

Astener Moos
Das Naturschutzgebiet Astener Moos liegt als großflächiges Toteisloch mit einer markanten ovalen Form in einer Talmulde südlich von Asten. Eine ausgeprägte Verlandungszone zum Teil mit Weidengebüschen kennzeichnet den See, an den sich im Osten ein Streuwiesengebiet anschließt. Der Wasserspiegel schwankt witterungsbedingt sehr stark, Zuläufe fehlen.

An das Astener Moos grenzen sowohl Grünland als auch Äcker unmittelbar an.

Das Naturschutzgebiet besitzt eine sehr hohe Bedeutung für die Avifauna als Rastplatz und Ganzjahreslebensraum.